Winter im August 1992 | Erinnerungen | 25 Jahre nach Lichtenhagen
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Winter im August 1992 | Erinnerungen | 25 Jahre nach Lichtenhagen

Winter im August 1992 | Erinnerungen | 25 Jahre nach Lichtenhagen
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Vorwort

 

Seit den fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen im August 1992 ist eine Vielzahl von Berichten, Analysen und anderen Schriften verfasst worden, die sich mit diesen Ereignissen auseinandersetzen. Ebenso haben sich viele Funk-Medien damit befasst. Ein Großteil der Autoren dieser Arbeiten, davon bin ich überzeugt, hat sich dem Thema qualifiziert und verantwortungsvoll genähert. Dennoch werden viele Details der Ereignisse und viele Beschreibungen der Situationen, die den Ereignissen vorausgingen, sehr oft in einer Weise dargestellt, die nicht oder nicht hinreichend mit meinen eigenen Erfahrungen und Erinnerungen korrespondieren. Ich will dabei gar nicht in Abrede stellen, dass auch ich eine vordergründig subjektive Sicht auf all das habe, was damals passierte, und dass auch diese Sicht nicht der Wahrheit letzter Schluss sein kann. Doch ich war sehr nah dran an den Geschehnissen, und ich will versuchen, dies im Abstand der vergangenen 25 Jahre zu reflektieren. Diese Schrift kommt leider sehr spät; 25 Jahre nachdem ich die Idee dazu hatte. Warum ich diese Idee damals nicht umsetzte, wird später in dieser Publikation zu lesen sein. Dennoch hoffe ich, diese Broschüre kann einen kleinen Beitrag zur Aufarbeitung des Themas leisten. Jenes Themas, das die Monate beschreibt, in denen Rostock zunächst in einer Art Eisstarre verharrte und dann plötzlich, als sich ein Ventil zu öffnen schien, die gesamte Zivilgesellschaft aus den Fugen zu geraten drohte. In meiner Erinnerung hat sich diese Zeit als ein frostiger Winter mitten im Sommer eingebrannt.

Die Gründe, weshalb ich mich jetzt, so spät, in dieser Weise äußere, werden Ihnen beim Lesen nachfolgender Texte nicht verborgen bleiben.

Diese Publikation entsteht auch auf Anregung Interessierter, die sich nach meinem Dafürhalten qualifiziert und verantwortungsbewusst der Aufarbeitung der Ereignisse widmen. Wir werden den Druck vornehmlich dahingehend begrenzen; damit der Inhalt eben diesem Interessentenkreis in gedruckter Form zugänglich gemacht werden kann.

 

Der Text dieser Schrift war zunächst im Internet verfügbar – an dieser Stelle danke für die freundlichen Reaktionen.